Landtagswahl 2017Neulich im LandtagPressemitteilung

Auch Landesbehörden sollen Praktika anständig entlohnen!

Land Schleswig-Holstein und seine Praktikant*innen: In den Jahren 2014 und 2015 hat Schleswig-Holstein 2841 Praktikanten beschäftigt, darunter waren 226 freiwillige Praktika, die nicht fester Bestandteil eines Studiums oder einer Ausbildung sind. Die meisten Dienststellen im Land zahlen gar keine Vergütung, nur 223 Praktikumsverhältnisse wurden vergütet - nicht einmal zehn Prozent. Keine Ausnahme vom Mindestlohn für Praktikantinnen! Kein Einsatz von Praktikantinnen als billige Arbeitskräfte! (Linksjugend Solid Schleswig-Holstein)

„Wer bei Landesbehörden ein Praktikum macht, muss für die erbrachte Arbeitsleistung angemessen entlohnt werden. Leider ist dieses bisher keine Selbstverständlichkeit. Viele Praktikantinnen und Praktikanten arbeiten teilweise monatelang unbezahlt in Dienststellen des Landes. Das ist nicht hinnehmbar!“, so Stefan Karstens, Landtagskandidat und arbeitspolitischer Sprecher der LINKEN.

Bereit im vergangenen Jahr hatte eine Kleine Anfrage der Piratentfraktion entlarvt, dass bei den allermeisten Dienststellen keine Vergütung für Praktika bezahlt wird. Teilweise waren hiervon auch Praktikantinnen und Praktikanten betroffen, die bis zu sechs Monate in den jeweiligen Behörden arbeiteten.

Stefan Karsten hierzu: „Auch die Tätigkeit im Praktikum ist Arbeit, die es angemessen zu entlohnen gilt. Von den Gewerkschaften wird seit langem eine Mindestvergütung von 300 Euro monatlich gefordert – dieses sollte in der Tat das Mindeste sein. Es ist beschämend, dass ausgerechnet das Land selbst die Arbeit von Praktikantinnen und Praktikanten so offensichtlich ausbeutet. Das muss aufhören!“